Voll im Soll Richtung Meisterschaft und Aufstieg
Nach 50 Jahren könnten die A-Liga-Fußballer der DJK Rhede am Saisonende wieder einmal
in die Bezirksliga aufsteigen.
Die DJK Rhede ist der Titelverteidiger. Doch wer sichert sich die Hallen-Stadtmeisterschaft 2026? Die Antwort auf diese Frage gibt es am kommenden Wochenende. Dann richtet die DJK Rhede auch diese Titelkämpfe für die Fußballer wieder aus.
In der Fußball-Kreisliga A bleibt DJK Rhede zum Jahreswechsel das Maß aller Dinge. Überraschend kommt das nicht. Viele Trainerkollegen setzten die Rheder Mannschaft vor Saisonstart im Sommer auf das Favoritenschild in Sachen Meisterschaft.
Und auch Björn Kräbber legte die Messlatte des Erfolges im Sommer ambitioniert hoch. „Wir wollen Meister werden und müssen jetzt endlich hoch“, sagte der Rheder Trainer damals gegenüber dem BBV. Dass dieses Ziel nicht zu einer Floskel mutierte, bewiesen die Rheder dann auch in der Hinrunde eindrucksvoll. Doch ein Selbstläufer wird die Meisterschaft und die damit verbundene Rückkehr in die Bezirksliga über 50 Jahre nach dem letztmaligen Aufstieg der DJK Rhede sicherlich nicht. Mit dem Tabellenzweiten GSV Suderwick sowie einen immer stärker aufspielenden Aufsteiger VfB Rheingold Emmerich als Tabellendritter sitzt dem aktuellen Primus der Liga harte Konkurrenz im Nacken.
Das lief gut: Die Halbzeitbilanz der DJK Rhede sieht nicht nur schön aus, sie ist es auch. Klar, Tabellenführer, das ist schon mal ein (gewichtiger) Punkt. Doch auch andere Fakten versprühen Glanz in die Rheder Hütte. Als da wären: Lediglich eine Niederlage (1:2 gegen GSV Suderwick) mussten die Rheder hinnehmen, keine andere Mannschaft kommt da ran. Ein Topwert ist auch die Zahl der Gegentore (17). „Das war in den Jahren zuvor nicht der Fall. Wir sind deutlich kompakter geworden, was auch an den Neuzugängen liegt“, sagt Kräbber dazu, und nennt die beiden ehemaligen Krechtinger Lennart Heller und Tim Kampshoff. „Die beiden haben uns noch einmal einen Schuss Stabilität gebracht.“
Die ersten elf Spiele der Saison blieben die Rheder ungeschlagen (zehn Siege, ein Unentschieden). Zu Hause wurden alle acht Spiele gewonnen, bei nur fünf Gegentoren. Und auch fußballerisch ist alles im grünen Bereich. „Fortschritte sind auch deutlich in den Spielen zu sehen, jeder Einzelne hat sich weiterentwickelt“, erklärt Kräbber, was sicherlich auch an der starken Trainingsbeteiligung liegen dürfte. „Die ist supergut. Ich kann gar nicht einmal sagen, ob wir da mal unter 20 Leute dabeihatten. Das ist schon enorm.“ Außerordentlich war auch die Torquote von René Groes. Dem 31-Jährigen gelangen 21 Tore, obwohl der Rheder Stürmer bei Weitem nicht in allen 17 Partien über die volle Spielzeit auf dem Platz stand.
Das lief nicht so gut: Kräbber muss da gar nicht einmal lange überlegen. „Wir sind nicht ungeschlagen geblieben“, antwortet Kräbber auf eine entsprechende Frage. „Schade, weil wir eigentlich auch in diesem Spiel (1:2-Niederlage am zwölften Spieltag in Suderwick) überlegen waren.“ Der Rheder Trainer hadert zudem ein wenig mit der Torausbeute. „Wir haben am Anfang viele Tore geschossen, das ließ aber dann ein wenig nach. Wir brauchen einfach zu viele Torchancen, um dann den Sack auch mal zuzumachen.“ Kräbber sieht eine Ursache dafür auch in der nicht immer guten Zielstrebigkeit. „Das fehlt manchmal noch. Da müssen wir gieriger werden, das Tor machen zu wollen. Es hätten mehr Tore sein können, wenn nicht vielleicht sogar sein müssen.“ Nichtsdestotrotz erzielte DJK Rhede die zweitmeisten Tore (69) der Liga. Den Bestwert schoss Emmerich (81) heraus.
Neuzugänge/Abgänge: Neue Gesichter tauchen bei der DJK Rhede für die Rückrunde nicht auf. Zwei Abgänge gibt es allerdings: Zum einen Dennis Sentürk. Der 31-jährige Mittelfeldspieler kam auf fünf Einsätze, will aus privaten Gründen kürzertreten und wechselt zu TuB Bocholt II. Zudem zieht es Miguel Otten (sieben Einsätze) zurück zum VfL 45 Bocholt.
Das sagt der Trainer: „Wir wollen Meister werden und als Meister aufsteigen, daran hat sich überhaupt nichts geändert. Das wird sicherlich kein Selbstläufer, und ich bleibe auch dabei, dass es bis zum Schluss einen Dreikampf um die Meisterschaft geben wird.“
BBV-Prognose: Die DJK Rhede schwang sich mit einer konstanten Erfolgsbilanz in den Fußballolymp der Kreisliga A auf. Die große Frage: Wird die Mannschaft den Erwartungsdruck weiter gewachsen sein? Ja, das wird sie. Dafür dürfte auch Björn Kräbber sorgen. Denn wenn Überheblichkeit und Sorglosigkeit sich doch einmal breitmachen sollten, wird der Rheder Trainer – wie bislang auch – schon mal kräftig auf die Euphorie bremse treten und etwaige Höhenflüge seiner Mannschaft auf ein gesundes Maß zurechtstutzen.
INFO
Zahlen und Fakten: DJK Rhede
DJK Rhede, Saison 2025/2026, Fußball-Kreisliga A, Statistiken:
- Tabellenplatz: 1 (an 11 Spieltagen).
- Beste Platzierung: 1 (aktuell).
- Schlechteste Platzierung: 3 (nach dem dritten Spieltag).
- Siege: 15. Unentschieden: 1. Niederlagen: 1.
- Punkte je Spiel: 2,71.
- Tore pro Spiel: 4,06:1.
- Höchster Sieg: 6:0 gegen TuS Haffen-Mehr (A), SV Brünen (H).
- Höchste Niederlage: 1:2 gegen GSV Suderwick (A).
- Aktuelle Serie: 5 Siege, seit 5 Spielen nicht verloren.
- Nächster Gegner: TuB Bocholt (A).
(BBV-Bericht: 03.01.2026, Bericht: Jürgen Wegmann; Foto: CKA)




